Seit gestern sind die Jubiläumsfeierlichkeiten des amerikanischen Pendants von ASF, genannt ARSP (= Action Reconciliation Service for Peace), eröffnet. 40 Jahre gibt es nun Projekte in den USA. 1968 hatte die USA damit zu kämpfen, den Rassismus im eigenen Land zu überwinden. Dr. Martin Luther King Jr. und Robert Kennedy sind in diesem Jahr ermordet worden. Aufstände brachen in den Ghettos amerikanischer Großstädte aus. Es war das Jahr in dem der Vietnamkrieg seinen Höhepunkt fand, aber ebenso die Proteste dagegen. Amerikanische Kirchengruppen überlegten sich deshalb, dass die Hilfe junger, hochmotivierter Freiwilliger sehr nützlich sei und so fragten die Friedenskirchen und die „United Church of Christ“ ASF, ob deutsche Freiwillige in die USA kommen wollten. Die Hoffnung war, dass Deutsche und Amerikaner sich gegenseitig unterstützen und voneinander lernen könnten. Wer mehr über die Anfangszeit von ASF hier in den USA wissen möchte, dem empfehle ich an dieser Stelle die Website von ASF in den USA: http://www.actionreconciliation.org
Gestern Abend war nun die erste Veranstaltung hier in New York, genauer im Jewish Community Center/Manhattan, wo es auch einen Freiwilligen von ASF gibt.
Thema der Veranstaltung war das 20. Jahrhundert im Blickwinkel von 3 persönlichen Familiengeschichten aus Russland, Deutschland und den USA. Irina Scherbakova, deren jüdische Familie während der Stalin-Era in der Sowjetunion lebte; Christian Staffa, der sowohl Nazis als auch jüdische Familienmitglieder hatte und Misha Avramoff aus New York, deren Familie aus Bulgarien nach dem II. WK nach New York kam, haben jeweils ihre Biografien vorgetragen.
Diese persönlichen Geschichten zu hören und sich anschließend mit diesen Einzelschicksalen auseinanderzusetzen war sehr interessant und ich bin schon gespannt, was mich dieses Wochenende in Philadelphia an Programm erwartet..